Gedichte

Hast du jemals auf dem Land gelebt?

Hast du jemals auf dem Land gelebt?
dort, wo das Licht der Sonne die Wolken über’s Grün bewegt.
so daß ihr Schatten über Wiesen, Feld und Wälder fließt
und dein Blick, wo er auch weilt, wie aus einem Buch versunken liest.

Hast du jemals auf dem Land gelebt?
wo alles, was du hörst, die Luft ist, die sich sanft bewegt.
so daß du, gleich der Schnecke, die ihre Fühler tastend um sich hält,
mit deinen Ohren siehst, was dich umgibt hier von der Welt.

Hast du jemals auf dem Land gelebt?
wo der Klang der Grillen die Sommernächte warm durchwebt
und grünes Lichterglüh’n die Liebe ist, mit der ein Würmchen wirbt.
Wo alles, was Du je erblickst, verbunden und in Freiheit stirbt.



Geborgenheit,


ich vermisse dich wie einen Freund,
mit dem ich einst am Kaminfeuer saß.

Deine Wärme,
Deine Zuversicht,
Dein schützender Mantel –

Wann legst du dich wieder um meine Schultern?
Wann wieder sagst du zu mir: “Ich bleibe.”?

 

Beinahe

Ich hätte beinah’ die Sterne vergessen,
die Weite, den Frieden, das schimmernde Licht;
ich hätte beinahe ihre Botschaft vergessen,
daß das, was ich sehe, längst noch nicht alles ist.

Ein Blick zu den Sternen und der Himmel wird Raum,
Du ahnst, was noch alles verborgen liegt.
Ein Blick zu den Sternen und Du erinnerst den Traum,
der die Nacht überdauert und Dir Lebenskraft gibt.

 

 

 

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